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Verbandstag

Bericht des Präsidenten an den VIII. Verbandstag des LSV - BB

 
Potsdam/Berlin, den 24. September 2004

Der Präsident hat neben den rechtlichen Pflichten, gemäß § 26 BGB, sowie der Vertretung des Verbandes im DSV, den Verband sportpolitisch, personell und organisatorisch zu führen.
Das gelingt ihm nur, wenn ihm dabei haupt-, vor allem aber ehrenamtliche Partner zur Seite stehen, alle Struktureinheiten personell mit engagierten Funktionsträgern und Mitarbeitern besetzt sind und jeder seinen zugewiesenen Aufgaben nachkommt.
Ich möchte mich für die abgelaufene Legislaturperiode bei allen bedanken, die an diesem Prozess mitgewirkt haben. Mein besonderer Dank gilt in erster Linie allen ehrenamtlichen Funktionsträgern, bis hin zu den Vorständen in den Mitglieds-vereinen und Abteilungen, den Übungsleitern, den Kampfrichtern und allen ehrenamtlichen Helfern.
Mein Dank gilt den hauptamtlichen Mitarbeitern, insbesondere dem Leiter der Geschäftsstelle, Knuth Kempa, sowie den Trainern in den Landesleistungsstützpunkten, am Landes- und Bundesstützpunkt Potsdam sowie den Lehrertrainern an der Eliteschule des Sports und den Mitarbeitern des Olympiastützpunktes Potsdam. Ich danke auch den Sportlern/Innen, die sich in fleißiger, disziplinierter Trainingsarbeit und im Wettkampfeinsatz "geschunden" haben, um die vorgegebenen Leistungsziele zu erreichen. Mein besonderer Dank gilt den Leistungsträgern, die unseren Landesverband außenwirksam vertreten haben. Ich möchte Jana Henke und ihrem Trainer, Reiner Welke, danken. Jana trainiert seit vielen Jahren mit großer Disziplin und hohem Einsatz. Nach der WM-Teilnahme 2003, einem 3.Platz über 1500m Freistil und einen 5. Platz über 800m Freistil, hat sie sich zum vierten Male für Olympische Spiele qualifiziert, bei den Spielen in Athen den Endlauf über 800m Freistil und einen respektablen 7. Platz erreicht. Glückwunsch zu diesen Leistungen und Platzierungen. Sie gehört über ein Jahrzehnt zu unseren erfolgreichsten Athletinnen und ist mit ihrer Disziplin, Trainingseinstellung und ihren Erfolgen Vorbild für alle jüngeren Sportler am Landes- bzw. Bundesstützpunkt.
Auch Benjamin Starke und Melanie Otto sowie ihrem Trainer Mathias Pönisch möchte ich für ihren Einsatz und Erfolg in der vergangenen Legislaturperiode danken.
Benjamin qualifizierte sich bereits für die JEM 2003 und machte durch einen 2., 4. und 5. Platz auf sich aufmerksam. Auch 2004 schaffte er die Qualifikation für die JEM und wurde über 50 und 100m Schmetterling Jugendeuropameister, errang mit der 4 x 100m und 4 x 200m Freistilstaffel je eine Silbermedaille und erkämpfte sich über 200m Schmetterling und mit der 4 x 100m Lagenstaffel die Bronzemedaille. Noch einmal Glückwunsch zu diesen Leistungen, insbesondere in diesem Jahr.
Melanie Otto, die sich 2003 ebenfalls für die JEM qualifizieren konnte und mit der 4x100m Freistilstaffel den JEM -Titel holte, erreichte in diesem Jahr trotz guter Ergebnisse bei den Jahrgangsmeisterschaften leider nicht die hoch gesteckten Ziele für die B - Kadernorm und damit eine Teilnahmeberechtigung für internationale Wettkämpfe.
Toni Helbig, 2003 noch WM - Teilnehmer auf der langen Bahn, leider ohne eine Endlaufteilnahme, erreichte mit einem 3.Platz bei der Kurzbahn - WM 2003 über 50m Rücken einen Achtungserfolg. Durch anschließende längere Erkrankung verlor er aber leider 2004 den Anschluss an die sehr breite nationale Spitze in seiner Disziplin und damit jede Chance für eine Qualifikation für internationale Aufgaben. Die neue Wettkampfsaison beginnt er erneut mit einem gesundheitlichen Handicap. Wir wünschen ihm schnelle Genesung und richtige Entscheidungen und Erfolg für seine weiteren leistungssportlichen und beruflichen Ziele.
Susanne Kaspar, Ullrike Szesni, Benjamin Madeja und Friedrich Grott haben durch ihre Ergebnisse und Platzierungen bei zentralen Wettkämpfen des DSV im abgelaufenen Wettkampfjahr erneut auf sich aufmerksam gemacht und die Norm als Leistungskader (B und C) des DSV erreicht. Auch ihnen und ihren Trainern gilt mein Dank.
Nicht vergessen möchte ich den Dank auch an die Aktiven und Trainer zu richten, die im letzten Wettkampfjahr die Leistungsziele erreicht haben, die eine Einstufung als D/C Kader rechtfertigen.
Die offiziellen Leistungskaderbestätigungen durch den DSV stehen noch aus. Das wird für uns eine wichtige Entscheidung. Von ihr hängt in entscheidendem Maße die Höhe der finanziellen Zuwendungen an Fördermitteln und damit letztlich die Entscheidung über den weiteren Erhalt des Bundesstützpunktes Potsdam des Deutschen-Schwimm-Verbandes ab.

Seit Ende der Trainings- und Wettkampfsaison 2003/2004 ist an den erreichten Ergebnissen aber leider auch abzulesen, dass eine zu große Anzahl Sportler/Innen am Bundesstützpunkt, die am Anfang des Trainingsjahres vorgegebenen Leistungszielstellungen nicht erreicht hat.
Unter Berücksichtigung aller berechtigter Kritik - von Eltern, Sportlern, den Stützpunkt begleitenden Personen - an den Leistungssportstrukturen des LSV-BB, am Teamgeist der Trainer, wie auch an einzelnen Trainern, muss ganz klar eingeschätzt werden, dass es bei einer zu großen Anzahl Sportler/Innen am Bundesstützpunkt Potsdam, am bedingungslosen Trainingseifer und - einsatz sowie der Disziplin mangelte. Sportler/Innen, die sich für den Leistungssport, die Einschulung an eine sportbetonte Gesamtschule entschieden haben - kein bequemer Weg - müssen sich auch in die vorgegebenen Strukturen der Schule und des Bundesstützpunktes einordnen und die vorgegebenen Trainingsabläufe und -umfänge realisieren.
Der Bundesstützpunkt "Potsdam Luftschiffhafen" bietet, neben der sportbetonten Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und Internat, optimale Trainingsbedingungen.
Die Jahresauswertungen zeigen auch und erfordern, insbesondere in den beiden Potsdamer Vereinen/Abteilung, 1. PSV und OSC, das künftig eine besser koordinierte, qualifiziertere und nach einheitlichen Kriterien ausgerichtete Nachwuchsarbeit erfolgen muss.
Es kommt zu wenig an technisch und konditionell gut ausgebildetem Nachwuchs in die Sichtung zur Aufnahme an die Eliteschule. Damit haben sich die hauptamtlichen Trainer am Bundesstützpunkt mit einem zu starken Leistungsgefälle unter den eingeschulten Sportlern, t. w. auch noch mit technischen Mängeln auseinander-zusetzen. Das geht zu Lasten der Talente und führt letztlich am Ende der Trainings-abschnitte zu Ausdelegierungen aus dem Bundesstützpunkt. Eine für uns, für die Eltern und die betroffenen Sportler/Innen unbefriedigende Situation, die zu Ärger und Frust bei allen Beteiligten führt.
Ich empfehle den beiden Potsdamer Vereinen/Abteilung, in Abstimmung mit dem LSV - BB, im Nachwuchsleistungsbereich für den neuen Olympiazyklus über eine Trainings- und Startgemeinschaft nachzudenken. Das Startrecht der Sportler für ihren jeweiligen Verein könnte m. E. dabei erhalten bleiben.

Ich möchte es an dieser Stelle nicht versäumen mich auch für die Ergebnisse der Wasserballer und Synchronschwimmerinnen 2003/2004 bedanken. Sie haben es, alle Belange betreffend, bedeutend schwerer als die Schwimmer.
Trotzdem spielten die Wasserballer mit 2 Männer- und 1 Frauenmannschaft in der Regionalliga Ost, beteiligten sich an Deutschen Meisterschaften im Nachwuchsbereich und erreichten insbesondere da achtbare Ergebnisse.
Die Synchronschwimmerinnen, die erst 2002 mit einer neuen Anfängergruppe und neuem Konzept begannen, konnten in diesem Wettkampfjahr mit Platzierungen im Mittelfeld des Gesamtklassements erste Achtungserfolge erzielen.

Der LSV - BB arbeitet im Bereich seiner Leistungssportstrukturen sowie im Vorstand an einer exakten Analyse der Ergebnisse des vergangenen Trainings- und Wettkampfjahres, wird seine Erfahrungen und notwendige Korrekturen in das neue Regionalkonzept einfließen lassen und die Ergebnisse nach Beratung und Beschluß im neuen Vorstand, den Sportlern, Eltern sowie den interessierten und begleitenden Personen des sportlichen Umfeldes bekannt machen.

Personelle Wechsel im Vorstand und Präsidium, Satzungsänderungen

Nach 12 Amtsjahren als Präsident des LSV - BB werde ich auf diesem VIII. Verbandstag nicht mehr kandidieren.

Auch der Vizepräsident, Dr. Wolfgang Thielscher, wird nicht mehr kandidieren.
Damit ist im Vorstand der Generationswechsel eingeleitet.

Da im Ehrenamt eine größere Kontinuität in der Besetzung und somit der ehren-amtlichen Arbeit notwendig ist, die Aufgaben einerseits für das Ehrenamt wachsen, andererseits das Zeitbudget für beruflich engagierte und in verantwortlichen Positionen tätige Funktionsträger ständig geringer wird, schlägt der Vorstand dem Verbandstag Satzungsänderungen vor.
U. a. sind eine Verlängerung der Wahlperiode von zwei auf vier Jahre und die Wahl eines vierten Vizepräsidenten vorgesehen. Weitere Satzungsänderungen berücksichtigen Erfahrungen der letzten vier Jahre sowie eine Anpassung an die Struktur des DSV. Allen Vereinen/Schwimmabteilungen und damit den Delegierten liegt der Antrag des Vorstandes auf Satzungsänderung fristgemäß vor.

Sorgenkind in der zurückliegenden Legislaturperiode war die Sparte Schwimmen. Grit Preusche hat sich auf dem letzten Verbandstag der Wahl als Schwimmwartin gestellt, wurde auch von M. Pönisch schon vor der Wahl in das Amt eingearbeitet. Sie hat es in den zwei Jahren ihrer Amtszeit leider nicht gepackt, ihre Arbeit in dieser Funktion zu organisieren, einen Schwimmausschuss zu bilden und die anstehenden Aufgaben abzuarbeiten. Sie hat auch keine Hilfe und Unterstützung abgerufen.
Grit war der Aufgabe einfach nicht gewachsen. Ein rechtzeitiges Signal ihrerseits wäre sicher für beide Seiten hilfreich gewesen. Das hat in der Sparte Schwimmen zu ernsten Terminproblemen geführt. Die Wettkampfausschreibungen für das Wettkampfjahr 2004 wurden nicht bereitgestellt; dadurch konnte das Handbuch 2004 nicht gedruckt werden; der Vizepräsidentin Leistungssport, Roswitha Borchert, hat es an der erforderlichen Unterstützung gefehlt, die auch durch den Trainerrat nicht kompensiert werden konnte.
Für die stärkste Fachsparte Schwimmen und die Fülle von Aufgaben und Problemen in diesem Bereich ein echtes Handicap. Der Vorstand musste sich mehrfach mit diesem Thema befassen und hat Maßnahmen für Veränderungen festgelegt, die sich u. a. auch in den Satzungs-änderungen niederschlagen.

Eine weitere Schlussfolgerung war für mich persönlich, die gründlichere, personelle Vorausauswahl geeigneter und bereiter Kandidaten und die dazu erforderlichen Personalgespräche.
Das ist, so denke ich gelungen.
Der Vorstand wird den Delegierten einen entsprechenden Kandidatenvorschlag vorlegen, der zu einer Verstärkung der Sparte Schwimmen, in doppelter Hinsicht, d.h. sowohl im Leistungs- wie im Breitensport, führen wird.

Wie bereits erwähnt kandidiert Dr. W. Thielscher nicht wieder für ein Amt im Vorstand. Seine Bereitschaft liegt aber vor sich in der Aus- und Weiterbildung weiter als Lektor zur Verfügung zu stellen. Er hat in der vorletzten Wahlperiode, zuständig als Vizepräsident für die Aus- und Weiterbildung, wichtige konzeptionelle Grundlagen geschaffen, die uns beim letzten Verbandstag veranlasst hatten, die Weiterführung der Aus- und Weiterbildung in die Verantwortung eines Fachwartes, den Sportfreund Matthias Kluge, zu legen.

Dr. Thielscher übernahm auf dem letzten VT die Aufgabe, sich weiter im Amt eines Vizepräsident, um den über mehrere Wahlperioden personell und damit auch konzeptionell nur schwach besetzten BFG zu kümmern.
Das hat er in der von ihm gewohnten Gründlichkeit und Systematik getan.
Konzeptionelle Grundlagen wurden von ihm für die Aus- und Weiterbildung sowie als methodische Argumentation für den BFG erarbeitet, auf deren Grundlage ein/e Nachfolger/In aufbauen und eine kontinuierliche Arbeit für den BFG fortsetzen kann. Wichtige Hilfsmittel für die Vereine.
Dafür mein ganz persönlicher Dank an ihn.

Die Erfahrungen auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung in den zurückliegenden zwei Jahren hat den Vorstand veranlasst, diese wichtige Aufgabe wieder in der Vorstandsebene anzusiedeln und einem Vizepräsidenten für besondere Aufgaben zu übertragen, dem Vierten. Der Vorschlag des Vorstandes belässt in der Satzungsänderung die bisherige Struktur mit einem Fachwart für Aus- und Weiterbildung, im Präsidium angesiedelt und sieht gemäß neuer Satzung, die Bildung einer Kommission für Aus- und WB vor.
Der Sportfreund M. Kluge hat seine Bereitschaft erklärt für das Amt des Fachwartes erneut zu kandidieren. Die Bedeutung der Aufgabe erfordert hohes persönliche und kreatives Engagement.

Wie bereits erwähnt, ist es erforderlich für die kommende Wahlperiode die Verantwortung für den BFG weiterhin im Vorstand anzusiedeln, um für die Vereine, die sich nicht oder nur gering im Nachwuchsleistungssport engagieren, auf Vorstandsebene eine Interessenvertretung zu installieren.

Die bisherige Vizepräsidentin, Roswitha Borchert, bei der ich mich für ihre konstruktive und kritische Arbeit in der abgelaufenen Legislaturperiode im Verantwortungsbereich Leistungssport bedanken möchte und die es durch den "Ausfall" der Schwimmwartin und den fehlenden Schwimmausschuss nicht leicht hatte, hat ebenfalls ihre Bereitschaft erklärt wieder für den neuen Vorstand als Vizepräsidentin zu kandidieren, allerdings für ein anderes Aufgabengebiet.

Durch meine erfolgreichen Gespräche für eine personelle Aufstockung im Vorstand, im Präsidium und in der Geschäftsstelle, hat sich der Vorstand beraten und wird dem Verbandstag den Vorschlag unterbreiten, Roswitha Borchert wiederum als Vizepräsidentin zu wählen und ihre Bereitschaft zu nutzen die Aufgaben des BFG von Dr. Thielscher zu übernehmen und weiter zu führen. Der BFG ist für die Vereins- und damit Verbandsentwicklung und Mitgliedergewinnung eine der wichtigsten Säulen.

Nach mehreren Ansätzen ist es uns gelungen, zum 1. September 2004, einen in den Abschlussprüfungen der Sportwissenschaften, Fachgebiet Prävention, Rehabilitation an der Uni Potsdam immatrikulierten Studenten, als hauptamtlichen Referenten für den BFG und die Vereinsentwicklung einzustellen.
Der Vorstand ist der Auffassung, dass es uns damit besser gelingt mit den Vereinen zu kommunizieren, als Leitung des Verbandes und Dienstleister für die Vereine, einige Aufgabengebiete besser abzudecken und den BFG, der ja in vielen Vereinen die tragende Säule ist, besser voran zu bringen. Das ist deshalb so wichtig, weil das "Experiment" Seniorenrat personell leider nicht umsetzbar war und der Vorstand auch an dieser Stelle eine Satzungsänderung vorschlägt.

In die Satzungsänderungen eingeflossen sind die Überlegungen des Vorstandes, die Themen und Aufgaben der Bädernutzung sowie der Aus- und Weiterbildung auf Vorstandsebene anzusiedeln und dafür die vierte Stelle eines Vizepräsidenten für besondere Aufgaben im Vorstand zu nutzen.
Das ist im Kandidatenvorschlag des Vorstandes berücksichtigt.

Ich möchte es in meinem Bericht nicht versäumen, mich auch ganz persönlich bei Anja Müller, unserer Jugendwartin und Annika Wittke, unserer Synchronwartin, für ihren engagierten Einsatz zu bedanken.
In ihren Berichten wird für die Mitgliedsvereine und Delegierten sichtbar, welcher ehrenamtliche Aufwand von ihnen zu betreiben war und weiter betrieben werden muss, um die "kleinen Pflänzchen" Schwimmjugend und Synchronschwimmen nicht nur am Leben zu erhalten, sondern auch weiter zu entwickeln. Beide haben ihre Bereitschaft zur Wiederwahl erklärt.

Den neuen Vorstand des Fürstenwalder SV bitte ich, für Annika Wittke, auf Grund ihres Studiums in Marburg, für die angesetzten Präsidiumssitzungen eine Vertretung für die Belange des Synchronschwimmens zu organisieren. Wünschenswert für die Zukunft wäre, wenn sich auch in anderen Vereinen unseres LV Interesse an dieser Sportart entwickeln würde.

Aus dem Bericht des Wasserballwartes sind die Probleme und Erfolge der Fachsparte erkennbar. Ich verzichte in meinem Bericht auf die Aufzählung der Ergebnisse, die sind im Bericht des Wasserballwartes nachzulesen. Ich möchte mich aber auch bei Detlef Willberg und den Sportfreunden/ Innen des Wasserballausschusses und den Vereinen für ihre Ausdauer und engagierte Arbeit sehr herzlich bedanken.

Mitgliederentwicklung

Leider ist es auch in dieser Legislaturperiode nicht gelungen die Mitgliederzahlen zu erhöhen. Das hat viele Ursachen. In der komplizierten Wirtschafts- und Finanzlage des Staates ist es für den Sport überlebenswichtig das finanzielle Eigenaufkommen des Verbandes zu erhöhen. Das gelingt aber nur über eine gezielte Mitgliederwerbung und wachsende Mitgliederzahlen in unserem Landesverband.
Der neue Vorstand, die Präsidiumsmitglieder, insbesondere aber die Vorstände in den Vereinen müssen ein neues Bewusstsein und Konzepte entwickeln, die uns auf diesem Weg voranbringen. Das ist nicht nur ein Problem unseres Landesschwimmverbandes, sondern in allen Neuen Bundesländern wie auch im Berliner SV.

Der Sport und gerade unser Schwimmsport braucht eine größere Lobby.
Mitglieder sind auch "Wahlvolk".
Der Anteil passiver, unserem Sport nur geneigter und fördernde Mitglieder, d. h. Kleinsponsoren für die Vereine, ist viel zu gering. Wir müssen Mitglieder gewinnen, die an ihren Mitgliedsbeitrag nicht automatisch das Recht bzw. die Forderung knüpfen, wöchentlich kostenlos die ohnehin knapp bemessenen Trainingszeiten zu nutzen.

Die Alten Bundesländer haben Mitgliedsstrukturen mit einem sehr hohen Anteil "zahlender" und damit fördernder Mitglieder, ich nenne sie "Kleinsponsoren". Die Anwendung flexibler Beiträge für solche Mitglieder wäre sicher hilfreich. Wie sollte sonst der SC Neukölln, der rd. 5000 Mitglieder zählt, bei unseren Vereinsstrukturen und Mitgliederzahlen, ein Schwimmbad betreiben und seine Spitzenathleten betreuen und unterstützen können?

Neue Ideen und Konzepte sind deshalb gerade in unseren Vereinen gefragt.
Der LSV-BB wird sich zunehmend und stärker als Konzeptentwickler und Dienstleister in diesen Prozess einbringen müssen.

Sponsoring/Förderverein

Sponsoring für einen Landesschwimmverband zu akquirieren ist äußerst schwierig. Die Vereine haben dafür eine wesentlich bessere Basis innerhalb ihres territorial begrenzten Umfeldes.
Hinzu kommt, dass die Sportart Schwimmen und unser antiquiertes Wettkampfprogramm für potentielle Partner nicht interessant ist. Nur wenn ein Landesverband über attraktive Leistungsträger verfügt, wir über die Gestaltung attraktiverer Veranstaltungen und Wettkämpfe nachdenken, finden wir Partner, die bereit sind zu investieren, zu sponsern.

Trotzdem ist es unserem Vizepräsidenten, J. Ullmann, gelungen, im Rahmen der Neukonzeption unserer Internetseite einen Partner zu finden - die Firma iFUS - die diese Leistungen gesponsert hat und die Weiterentwicklung und Pflege auch weiter finanziell unterstützen wird.
Ich danke dem Vizepräsidenten, Jens Ullmann, für seine Beharrlichkeit auf diesem Gebiet und den Erfolg. Auch er hat seine Bereitschaft erklärt eine weitere Legislaturperiode für das Amt eines Vizepräsidenten für besondere Aufgaben zu kandidieren, um die begonnen Aufgaben und ersten Erfolge kontinuierlich fortführen zu können.

Ich bedanke mich auf diesem Wege herzlich bei dem Unternehmen iFUS, insbesondere bei der uns betreuenden Mitarbeiterin, Frau Lehmann, die uns auch weiter betreuen wird.

Leider ist es bisher trotz vieler Bemühungen nicht gelungen den Förderverein auf den Weg zu bringen, d. h. zu gründen. Mindestens sieben Mitglieder sind dafür Voraussetzung.
Eine bereits geschlossene Vereinbarung mit der Wittenberger Bäder GmbH konnte nicht umgesetzt werden. Mehrere Verhandlungen mit weiteren Partnern aus der Wirtschaft und dem Kleingewerbe führten trotz vieler Ansätze bisher nicht zum Erfolg. Es sollte trotzdem weiter an der Aufgabe gearbeitet werden.
Aus meiner Sicht ist und bleibt für uns aber die sicherste Finanzierungsquelle die eigene Mitgliedergewinnung. Dafür muss etwas getan werden, müssen neue Ideen geboren werden, muss sich das Bewusstsein zu diesem Thema bei allen Funktionsträgern und Mitgliedern verändern.

Deutscher Schwimmverband

Die Ergebnisse von Athen haben leider die Deutsche Sportführung zu überschnellen Statements in der Presse und im Fernsehen über die Leistungen und das Abschneiden des DSV veranlasst, noch ehe die Schwimmwettbewerbe zu Ende waren und eine exakte Analyse der Ergebnisse vorliegt. Auf die mir vorliegenden Informationen über Äußerungen des "begleitenden Umfeldes" und die Art und Qualität einiger Reporter/Innen, gerade aus dem Wasser gestiegene Athleten zu interviewen und ihre Aussagen zu kommentieren, möchte ich nicht näher eingehen. Wir erleben solche Begleiterscheinungen leider auch in unserem unmittelbaren Umfeld.
Kritische Analysen sind nach solchen Ereignissen nötig, man sollte dem DSV und uns aber die Zeit geben gründlich zu analysieren und die Auswertung zunächst in den eigenen Reihen vorzunehmen.
Die Suche nach einer geeigneten Person und Wahl oder Benennung eines Pressesprechers wäre evtl. für uns ein geeigneter Schritt zu koordinierter und gezielter Öffentlichkeitsarbeit.

Ich habe als Präsident und Mitglied im Hauptausschuss des DSV stets die Möglichkeit gehabt und auch genutzt, unsere Probleme zur Sprache zu bringen, neue Gedanken und Ideen einzubringen, Kritik zu üben und gehört zu werden. Das kann ich auch von meinen Kollegen Präsidenten der Neuen Bundesländer sagen. Wir haben uns außerdem regelmäßig zu besonderen Themen und Problemen beraten und abgestimmt. Die neuen Bundesländer haben sich damit im Hauptausschuss Ansehen und Gehör verschafft; unsere Lobby im DSV ist größer geworden. Ich habe aktiv zu Leitungsveränderungen im Präsidium des DSV beigetragen.
Die Gründung des Ostdeutschen SV - als ein Regionalverband mit unkomplizierten Leitungsstrukturen - ist zwischen den Mitgliedsverbänden beraten und mit der Präsidentin des DSV, Frau Dr. Thiel und dem Sportdirektor, R. Beckmann, abgestimmt.
Die Gründung wurde anlässlich der DM, am 02.Juli 2004, in Berlin vollzogen. Der aus nur drei Mitgliedern bestehende Vorstand hat seine Arbeit aufgenommen.
Die Leitung des DSV verspricht sich im Nachwuchsbereich, in der Aus- und Weiterbildung sowie im Wettkampfsystem neue Impulse und Anregungen von diesem Schritt.
Der Vorstand bittet die Vereine bzw. Delegierten, unserem Austritt aus dem Norddeutschen SV, zum 31.12.2004, zuzustimmen. Ab 2005 wird es offene Ostdeutsche Meisterschaften geben. Die Schwimmwarte Arbeiten an den Ausschreibungen. Termine und Veranstaltungsorte sind vorabgetimmt bzw. liegen bereits fest.

Schlussbemerkungen

Der Vorstand hat sich auf seiner Sitzung, am 28. April 2004, auch in Vorbereitung auf diesen VT, mit einer kritischen Analyse zur Situation und Effizienz der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit in unserem Verband, einer ausführlichen Aussprache darüber und den notwendigen Maßnahmen für die Perspektive und den weiteren Bestand des LSV befasst.
Es sei mir gestattet am Ende meines Berichtes noch einmal auf einige Schwerpunkte besonders hinzuweisen.

Der Verband "lebt", d.h. finanziert seine Arbeit z. Zt. nicht von den Mitglieds-beiträgen, dafür ist die Mitgliedszahl viel zu gering. Er finanziert seine Arbeit in erster Linie aus den Fördermitteln für den Spitzensport. Auf Grund unserer eigenen, immer schwächer werdenden Leistungsspitze sowie des jährlich leistungs- wie zahlenmäßig zurückgehenden Zulaufes an Delegierungs-kadern, der Ergebnisse von Athen wie auch der gesamtwirtschaftlichen Situation des Staates, gibt es ernste Sorgen um den Erhalt des Bundesstützpunktes und weitere finanziellen Kürzungen bei Fördermitteln ab 2005. Das betrifft auch die bisher für den Leistungssport kostenlose Nutzung der Trainingstätte Luftschiffhafen.

Die Ursachen für die rückläufige Leistungsentwicklung sind nicht in einer schlechten Führung und Verwaltung des LSV zu suchen. Der LSV, das sind alle Mitgliedsvereine. Sie entscheiden mit ihrem Mandat auf den Verbandstagen, über ihre Delegierten, über den ehrenamtlichen Kreis an Personen und Funktionsträger für das jeweilige Amt und wählen damit die Leitung in die satzungsgemäßen Strukturen. Der neu zu wählende Vorstand, das Präsidium und die Schwimmjugend, brauchen mehr als bisher, nicht nur das Vertrauen auf dem VT, sondern kontinuierlich auch die aktive Hilfe und Unterstützung aller Mitgliedsvereine bei der Lösung der anstehenden Aufgaben.

Ich habe in meinem Bericht einige Schwerpunkte für die weitere Entwicklung unseres Landesschwimmverbandes deutlicher sichtbar gemacht, u. a.
  • den Kampf um den Erhalt des Bundesstützpunktes, beginnend mit höherem Niveau und einheitlichen Kriterien in der Nichtschwimmer- ausbildung, die Sichtung und der Grundsausbildung bis zur Delegierung
  • die stärkere Entwicklung des BFG
  • die konsequente Weiterführung der Aus- und Weiterbildung und zwar auf hohem Niveau
  • die stärkere Entwicklung der Teamarbeit, Teamfähigkeit, insbesondere in den Leistungsstrukturen und besonders wichtig
  • die Mitgliedergewinnung
Das erfordert neue Ideen, neue Strategien, neue Konzepte und ein engagiertes, kreatives Mitwirken aller Funktionsträger in den Strukturen unseres Verbandes, bis in die Vereine.

Ich möchte mich am Ende meiner Ausführungen noch einmal bei den Sportfreunden/ Innen herzlich bedanken, die mich in den Jahren meiner Amtszeit unterstützt, begleitet und die vorgenannten Ziele bereits verfolgt und aktiv unterstützt haben.
Ich wünsche unserem VIII. Verbandstag eine kritische, sachliche und konstruktive Atmosphäre mit Anregungen/Vorschlägen, neuen Ideen und zur Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Verbandsführung, Geschäftsstelle und Vereinen/ Schwimmabteilungen.
Allen Funktionsträger die in ein Ehrenamt gewählt werden, wie auch den Hauptamtlern wünsche ich für die künftigen Aufgaben Gesundheit, Stehvermögen, Fingerspitzengefühl, Kreativität und die Zeit für ein ausreichendes Engagement für die weitere Entwicklung unserer Sportart in Brandenburg und damit unserem Verband.

Ich versichere meine Bereitschaft, dem neuen Vorstand und Präsidium auch weiterhin mit meinen Erfahrungen, Rat und Hilfe zur Seite zu stehen, solange wie es die Gesundheit, das Alter und die Kondition zulassen.
Als von den Vertretern der Neuen Länder gewählter Präsident des Ostdeutschen Schwimm-Verbandes werde ich konsequent auch dort für neue Ideen und eine schrittweise Verjüngung eintreten.
Dafür bitte ich den neu zu wählenden Vorstand und das Präsidiums um aktive Unterstützung.

Ich bitte die Delegierten um Nachsicht, dass mein letzter Bericht als Präsident des LSV - BB etwas umfangreicher ausgefallen ist.

Wilfried Windolf
 Verbandstag 2004
Offener Brief des Präsidiums des LSV-BB an alle Mitglieder
Berichte des Präsidiums
Präsident Wilfried Windolf
Vizepräsident Jens Ullmann
Vizepräsident Dr. Wolfgang Thielscher
Vizepräsidentin Roswitha Borchert
Berichte der Fachwarte
Fachwart Aus- und Weiterbildung Mathias Kluge
Landesjugendwart Anja Müller
Fachwartin Synchronschwimmen Annika Wittke
Fachwart Wasserball Detlef Willberg
Anträge des Vorstandes an den VIII. Verbandstag
Antrag Ehrenordnung
Antrag Satzungsänderung
Kandidatenvorschläge
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