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| Singapur statt Sommerferien |
| 24.07.2010 |
Sport |
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Sonne, Strand und Palmen? Für Christian Diener sehen die Sommerferien mal wieder ganz anders aus. Deutschlands größtes Schwimmtalent wird bei den ersten Olympischen Jugendspielen in Singapur an den Start gehen - mit echter Medaillenchance.
So sehen Siegertypen aus. Breites Kreuz, muskulöse Beine, athletische Figur. Wenn der Schwimmer Christian Diener auf dem Startblock steht, dann will er nur eines: gewinnen. Dafür "zerpflügt er das Wasser", wie sein Trainer Jörg Hoffmann den Stil seines 17-jährigen Schützlings beschreibt.
Deutschlands größtes Schwimmtalent
"Der Christian ist sicher kein Ästhet im Wasser, eher ein disziplinierter, ehrgeiziger und konsequenter, höchst erfolgreicher Arbeiter", charakterisiert der Coach Deutschlands wohl größtes Schwimmtalent. Wie geht der Nachwuchsschwimmer aus Potsdam mit so viel Lob um? Ziemlich gelassen und pragmatisch "Ich stelle den Schwimmsport in den Mittelpunkt meines Lebens. Ich habe Ziele und will sie erreichen", sagt Diener. Mehr nicht. Dass ihm manche für diese Haltung schon mal als Streber bezeichnen, ist ihm egal.
Christian Diener ist vor fünf Jahren aus seiner Geburtstadt Cottbus nach Potsdam gezogen. Hier besucht er das Sportinternat und findet am Olympiastützpunkt beste Trainingsbedingungen vor. Der Wechsel von der Lausitz in die brandenburgische Hauptstadt hat sich für ihn gelohnt. Dafür genügt ein Blick in sein Jugendzimmer. An der Lampe hängen all die Medaillen, die Diener schon gewonnen hat.
Und weil es so viele sind, hat er fast schon den Überblick verloren. "Ich glaube, es sind zehn", sagt der Schüler. Nach den ersten Olympischen Jungendspielen in Singapur (14. - 26. August) soll noch etwas mehr an Edelmetall von der Lampe baumeln. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Diener geht in Asien in vier Wettbewerben an den Start: über 50, 100 und 200 Meter Rücken sowie als Startschwimmer in der Lagenstaffel.
Wohl geplante Karriere
Die Olympischen Jugendspiele sind ein weiterer, wohl geplanter Schritt in Dieners Schwimmkarriere. In diesem Jahr absolvierte er bereits erfolgreich die Deutschen Jugendmeisterschaften mit zwei Titeln und die Jugendeuropameisterschaften in Helsinki. Aus Finnland brachte er eine Goldmedaille sowie eine Bronzemedaille mit nach Potsdam. Jetzt zum Training und zum Besuch von sport.zdf.de hat der Schüler das gewonnene Edelmetall stolz um den Hals gehängt. Mit seiner in Helsinki erzielten persönlichen Bestzeit von 26,03 Sekunden über 50 Meter Rücken wäre er bei den "Erwachsenen" sogar Deutscher Meister geworden. So etwas motiviert zusätzlich.
"Ich bin ein Wettbewerbsschwimmer und messe mich gerne mit anderen. Dafür sind die Olympischen Spiele optimal", erklärt Diener ganz trocken. Sein Trainer Hoffmann ergänzt noch, wie wichtig es sei, die Wettkampfabläufe von sportlichen Großereignissen kennenzulernen. Diener kann in Singapur einiges lernen, gerade abseits des Beckenrandes. Das hilft ihm, sich für die Olympischen Sommerspiele in London 2012 zu qualifizieren. Für dieses große Ziel trainiert er rund vier Stunden am Tag, legt rund zehn Kilometer im Wasser zurück - neben dem Schulunterricht und in den Ferien ebenfalls.
Die Sommerferien fallen aus
"Von den Sommerferien habe ich so gut wie nichts. Das kotzt mich zwar auch manchmal an, aber dafür gibt der Sport mir unheimlich viel zurück", rechnet Diener vor. Die nächsten vier Wochen beweisen das. Erst reist das Talent zum Höhentraining in die Sierra Nevada nach Spanien, dann geht es nach einem kurzen Zwischenstopp in Cottbus nach Singapur. Denn vor dem olympischen Wettkampf ist noch ein Sightseeing-Programm angesagt. "Darauf freue ich mich besonders", sagt Diener - und wirkt dabei fast wie ein ganz normaler Schüler in den Sommerferien.
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Quelle Text und Foto: Torsten Haselbauer
sport.zdf.de 24.7.2010 |
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Links zum Thema:
Quelle: http://sport.zdf.de/ZDFsport/inhalt/11/0,5676,8091819,00.html
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M. Thiel
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