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| Mit Power ins Finale |
| 20.08.2004 |
Schwimmen |
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Jana Henke im Langstrecken-Finale
Die Gemütsverfassung der beiden deutschen Starterinnen über 800 Meter Freistil konnte nach den Vorläufen gestern Vormittag unterschiedlicher nicht sein: Hier die glückliche Potsdamerin Jana Henke, die sich als Fünfte ins Finale kraulte. Dort eine weinende Weltmeisterin Hannah Stockbauer, die als 14. sang und klanglos rausflog.
"Ich wollte eigentlich noch schneller schwimmen, so um die 8:28", kommentierte Jana Henke ihre Zeit von 8:31,06 Minuten, "doch am Anfang war ich zu nervös und am Ende war es ganz schön anstrengend. Auf den Plätzen neun bis 16 drängen sich doch viele gleichstarke Schwimmerinnen", kommentierte die 30-Jährige ihren couragierten Vorlauf, der ihr alle Möglichkeiten lässt. "Ich bin zufrieden, schau'n mer mal, was im (heutigen) Finale rauskommt." Bei ihren letzten Spielen in Sydney war Henke Siebte, 1992 in Barcelona Dritte.
Hannah Stockbauer konnte indes nicht den Schwung vom Vorabend, als sie als Schlussschwimmerin der 200-m-Freistil-Staffel Bronze erkämpft hatte, mit in ihren Vorlauf nehmen. "Schon beim Einschwimmen habe ich gemerkt, dass nichts geht. Meine Beine waren schwer wie Blei", berichtete die 22-Jährige aus Erlangen, die für ihre 16 Bahnen indiskutable 8:38,17 min benötigt hatte. Die Vorlaufbeste Laure Manaudou aus Frankreich, bereits Olympiasiegerin über 400 Meter, brauchte 8:25,91 Minuten. Stockbauer, die die 400 m verpatzt hatte, weiter: "Wie hat ,Franzi' so schön gesagt: Ich bin froh, wenn die ganze Scheiße vorbei ist."
Dabei schien es noch am Vorabend so, als sei der Knoten bei den Schwimmerinnen endlich geplatzt. Franziska van Almsick, Petra Dallmann, Antje Buschschulte und die insgesamt fünffache Weltmeisterin Stockbauer betanzten den dritten Platz hinter den USA und China, als hätten sie Gold gewonnen. "Wir haben gezeigt, dass wir weiter an uns geglaubt haben, heute war das Glück auf unserer Seite. Das ist ein Lichtblick", jubelte "Franzi". Die starke Antje Buschschulte konnte sich sogar über eine Bestzeit freuen. "Das war das Schnellste, was ich je geschwommen bin", kommentierte sie ihre herausragende Leistung auf eher ungewohnter Strecke.
Sie legte damit in einem durchschnittlichen Quartett - van Almsick blieb drei Sekunden über ihrem Weltrekord, Dallmann knackte nicht einmal die Zwei-Minuten-Grenze - den Grundstein für den Gewinn von Bronze, fünf Hundertstelsekunden vor den Australierinnen.
Doch 13 Stunden später war es mit der ganzen Herrlichkeit schon wieder vorbei. Ratlosigkeit herrschte nach Stockbauers Ausscheiden in der deutschen Mannschaft. "Da haben wir wieder einen weiteren Brocken zu verdauen", gab Team-Chef Ralf Beckmann zu. Nur Jana Henke machte, von der Pleitenserie der vergangenen Tage unbeeindruckt, wie gewohnt ihr Ding. "Ich hab mich nicht anstecken lassen", so die "Oma" der deutschen Schwimmerinnen, der nun alle die Daumen drücken. "Ich hoffe, dass Jana was reißt", so Konkurrentin Stockbauer.
(Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung, 20.08.2004, Jens Trommer) |
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Die Startliste der Finals - Start: 18:46 Uhr (MESZ)
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Jens Ullmann
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